Den Ruhestand stellen sich die meisten entspannt vor: Zeit für Familie, Reisen und die Dinge, die im Berufsleben oft zu kurz kommen. Damit das gelingt, muss das Einkommen auch ohne Gehalt reichen. Genau hier entsteht für viele eine Lücke, die größer ist als gedacht.
Was die Rentenlücke ist
Die Rentenlücke ist der Unterschied zwischen deinem letzten Einkommen und dem, was dir im Ruhestand tatsächlich zur Verfügung steht. Die gesetzliche Rente ersetzt nur einen Teil deines früheren Gehalts. Der gewohnte Lebensstandard lässt sich damit allein meist nicht halten.
Einen ersten Anhaltspunkt liefert dir die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Sie zeigt, mit welcher gesetzlichen Rente du ungefähr rechnen kannst.
Warum die Lücke oft unterschätzt wird
Mehrere Entwicklungen sorgen dafür, dass die gesetzliche Rente für sich genommen knapp wird:
- Das Rentenniveau bildet nur einen Teil des früheren Einkommens ab.
- Die Lebenserwartung steigt, die Rente muss also über mehr Jahre reichen.
- Die Inflation verringert mit der Zeit die Kaufkraft fester Beträge.
Dazu kommt, dass Lücken im Erwerbsleben, etwa durch Teilzeit oder Auszeiten, die spätere Rente zusätzlich verringern.
Rechne deine persönliche Lücke aus
Pauschale Aussagen helfen wenig, denn jede Situation ist anders. Mit dem Rechner bekommst du ein Gefühl dafür, wie groß deine eigene Lücke ungefähr ausfällt.
In 30 Sekunden zu deiner Rentenlücke
entspricht 1.331 € in heutiger Kaufkraft
Unverbindliche Orientierung, keine Renten- oder Anlageberatung. Vereinfachte Annahmen: gesetzliche Rente ≈ 48 % deines heutigen Nettos, abzüglich 11 % Kranken-/Pflegeversicherung, rentenwirksam nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze (8.450 €/Monat brutto, 2026), Lebenserwartung 88 Jahre, 5 % angenommene Rendite p. a., 2 % Inflation p. a. und 0,015 % Rentenanpassung p. a. (bewusst unter der Inflation, da das Rentenniveau real sinkt). Der Bedarf wird mit der Inflation, die gesetzliche Rente mit der Lohnentwicklung auf den Renteneintritt hochgerechnet (nominal); die nötige Sparrate baut das Kapital auf, das die im Ruhestand weiter steigende Lücke deckt. Die Rentenbesteuerung bleibt unberücksichtigt. Deine tatsächliche Rente hängt von deinen Entgeltpunkten ab, die genaue Berechnung machen wir gemeinsam.
Wie du die Lücke schließen kannst
Die gute Nachricht: Wer früh anfängt, kann die Lücke mit überschaubaren Beträgen schließen. Entscheidend ist, dass du regelmäßig zurücklegst und dem Zinseszinseffekt Zeit gibst. Welche Wege dafür in Frage kommen, hängt von deinem Alter, deinem Einkommen und deinen Zielen ab. Wichtig ist vor allem, überhaupt zu beginnen.
Zeit ist dein wichtigster Verbündeter
Je früher du mit der zusätzlichen Vorsorge startest, desto kleiner sind die nötigen monatlichen Beträge. Wer erst spät beginnt, muss deutlich mehr aufwenden, um dasselbe Ziel zu erreichen.
Was du daraus mitnehmen solltest
Die gesetzliche Rente ist eine wichtige Grundlage, allein reicht sie für die meisten aber nicht. Wer die eigene Lücke kennt, kann sie in Ruhe und mit Plan schließen. Wenn du wissen möchtest, welche Form der Vorsorge zu deiner Situation passt, schauen wir uns das gemeinsam an.
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