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Lars BadorrekUngebundener Finanzmakler
Grundlagen

Der Notgroschen: wie viel Rücklage wirklich sinnvoll ist

23. Mai 20265 Min. Lesezeitvon Lars Badorrek

Bevor es um Vermögensaufbau, Vorsorge oder Anlage geht, steht ein unscheinbarer, aber entscheidender Baustein: der Notgroschen. Diese Rücklage sorgt dafür, dass unerwartete Ausgaben dich nicht aus der Bahn werfen. Wie viel sinnvoll ist und wo das Geld liegen sollte, klären wir hier.

Wofür der Notgroschen da ist

Der Notgroschen ist eine Reserve für die kleinen und großen Überraschungen des Alltags. Die Waschmaschine geht kaputt, das Auto muss in die Werkstatt, oder eine Nachzahlung flattert ins Haus. Mit einer Rücklage zahlst du solche Dinge entspannt aus eigener Tasche, statt einen teuren Kredit aufzunehmen oder Anlagen zur Unzeit zu verkaufen.

Wie viel ist sinnvoll?

Eine bewährte Faustregel sind etwa drei Nettomonatsgehälter. Je nach Lebenssituation kann die passende Höhe aber abweichen:

SituationOrientierung
Angestellt mit sicherem Einkommenetwa drei Monatsausgaben
Familie mit einem Hauptverdienereher vier bis sechs Monatsausgaben
Selbstständig mit schwankendem Einkommeneher sechs Monatsausgaben

Wichtiger als die genaue Zahl ist, dass die Summe zu deinen tatsächlichen monatlichen Ausgaben passt und sich für dich sicher anfühlt.

Wo der Notgroschen liegen sollte

Beim Notgroschen geht es nicht um Rendite, sondern um Verfügbarkeit. Das Geld sollte jederzeit erreichbar sein und nicht schwanken. Ein Tagesgeldkonto ist dafür ideal, weil du jederzeit herankommst und es vom Girokonto getrennt ist. In Aktien oder ETFs gehört die Reserve dagegen nicht, denn dort könnte sie genau dann weniger wert sein, wenn du sie brauchst.

Erst der Puffer, dann der Aufbau

Der Notgroschen ist die Grundlage, auf der alles andere aufbaut. Erst wenn diese Reserve steht, lohnt es sich, über regelmäßige Anlage und langfristigen Vermögensaufbau nachzudenken. So bleibst du auch bei Rückschlägen handlungsfähig.

So baust du die Reserve auf

Wenn noch kein Notgroschen da ist, hilft ein einfacher Weg: Lege jeden Monat einen festen Betrag automatisch auf ein separates Tagesgeldkonto. Schon kleine, regelmäßige Beträge summieren sich mit der Zeit. Sobald das Ziel erreicht ist, kannst du den frei gewordenen Spielraum für deinen weiteren Vermögensaufbau nutzen.

Was du daraus mitnehmen solltest

Der Notgroschen ist kein spannendes, aber ein unverzichtbares Fundament. Er gibt dir Sicherheit, schützt vor teuren Schulden und hält deine langfristigen Anlagen unangetastet. Wer diese Reserve aufgebaut hat, kann den nächsten Schritt deutlich gelassener gehen. Gern unterstütze ich dich dabei, die für dich passende Höhe zu finden.

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